Faust von Johann Wolfgang Goethe
Gretchen ist tot. Faust in psychiatrischer Behandlung? Mephisto gar sein Therapeut? Faust mit seinem aktuellen Bezug zu den Themen Schizophrenie, Burnout und posttraumatischer Belastungsstörung als Steilvorlage für unsere Inszenierung.  Seit drei Jahren ist Goethes „Faust“ fester Bestandteil unseres Repertoires. Nach über hundert Vorstellungen hat die Inszenierung nichts an Kraft und Aktualität verloren, ganz im Gegenteil. Die Probleme, die sich bereits zu Goethes Zeit finden lassen und sich in seinem Texten wiederspiegeln, haben nichts von ihrer Präsenz eingebüßt. Wir sehen Mephisto zwischen therapeutischer Kühle und freundschaftlicher Gewohnheit wandeln. Faust steckt in einem Strudel seiner nicht mehr zu ordnenden Gefühle und Gedanken fest. Alkohol lindert seine Schmerzen. Faust will Vergessen. Mephisto will erinnern und ihm zeigen: „ Komm, du sollst leben.“ Im Mittelpunkt stehend, die beiden Hauptcharaktere in einem immer komplizierteren, großen Statusspiel.
Es spielen: Philipp Steimel, Raphael Batzik
Regie: Raphael Batzik
Dauer: 70 Minuten

 

Woyzeck von Georg Büchner
Unsere Inszenierung von Büchners Fragment „Woyzeck“ mit drei spielerischen Säulen als moderne Dreiecksbeziehung. Insbesondere die Figur der Marie bekommt durch die Verflechtung mit Charakterzügen des Arztes und des einzig wirklichen Freundes der Hauptfigur (Andres) eine besondere Rolle in dieser Konstellation. Ihr Charakter wird vielschichtiger und das Thema der starken emanzipierten Frau, die auf einer Ebene mit Woyzeck und dem Major agieren kann, bildet ein entscheidendes Momentum in dem besagten Dreieck. „Er hatte ein Kind. Es ist nicht von mir.“ – Kann man den Worten des Majors Glauben schenken? Rechtfertigt Woyzecks Wahn Maries Betrug? Woyzeck - mit einfachsten spielerischen Elementen  entlarvender denn je.

Es spielen:
Ariane Raspe, Moritz Mittelberg-Kind, Raphael Batzik
Regie: Raphael Batzik, Moritz Mittelberg-Kind
Dauer: 70 Minuten

 

Die Verwandlung von Franz Kafka
KAFKA-Reihe Teil I
Gregor Samsa. Hat Demenz. Das macht ihn zunächst für sich selbst, später auch für seine Umgebung, zum Ungeziefer. Wenn ein selbstbestimmter Mensch plötzlich beginnt in sich zusammenzufallen, führt das zwangsläufig zum Verlust seiner Identität. Doch ab wann ist der Mensch nur noch Hülle? Und ab wo beginnt das Prädikat: „nicht mehr lebensfähig?“ Fakt ist, wir werden immer älter. In Zeiten, in denen das Thema der Sterbehilfe immer mehr an Brisanz gewinnt, zeigt diese Inszenierung, warum Menschen tatsächlich zu Käfern werden, wenn sie nicht mehr funktionieren und wie nah Mitgefühl und Rationalität beieinander liegen. Ein Familienportrait, das die Sicht beider Seiten zeigt. Sind wir ab einem gewissen Punkt für Gregor nicht auch nur verwischte, verschleierte Käfer?

Es spielen: Thilo Matschke, Philipp Steimel, Raphael Batzik

Regie: Thilo Matschke
Dauer: 75 Minuten

 
 

Der Prozess von Franz Kafka
KAFKA-Reihe Teil II
„Gregor Samsa? Nein, Josef K.“ – Die Frage der Selbstkontrolle wird zur Frage der Selbsterkenntnis. Bin ich wirklich der, der ich bin? Wir begleiten Josef K. durch seine eigene Katharsis. Es ist der Weg durch Kafkas ureigenes Inneres, denn auch der Autor selbst suchte zeitlebens seinen Platz in dieser Welt. Als Fortsetzung unserer KAFKA-Reihe finden wir uns nach Gregor Samsas Tod in einer Zwischenwelt wieder. Die höhere Instanz, die Josef K. anklagt, ist schlichtweg  unser Glaube und unser Schicksal. Glaubst du wirklich, du kannst unterscheiden? Zwischen Himmel und Hölle? Recht und Gerechtigkeit? Wahrheit und Fiktion? Schwarz und weiss? Wer weiss? Wir nicht! Lass uns reden, über das, was noch gesagt werden soll, Kafka.

Es spielen: Thilo Matschke, Philipp Steimel, Raphael Batzik
Regie: Raphael Batzik
Dauer: 90 Minuten

 

Briefe an den Vater von Franz Kafka
KAFKA-Reihe Teil III
Den Abschluss der KAFKA-Reihe bildet Kafkas persönlichster Text. Nach dem Tod in der Verwandlung und der Zwischenwelt im Prozess geht es jetzt in den Himmel. Briefe an den Vater, doch an welchen?
Wir wagen die Gradwanderung und lassen Franz Kafka endlich Franz Kafka sein. Zu diesem Zweck finden auch Kafkas Tagebücher ihren Weg in die Inszenierung. Es geht ums Ankommen, ums Resümee ziehen und um den Glauben, an was auch immer. Diesen einen Gedanken, der uns antreibt und wie kann es anders sein, natürlich ums Leben. Franz Kafkas Leben. Wer war der Mann hinter den Labyrinthen?

Es spielen: Thilo Matschke, Philipp Steimel, Raphael Batzik
Regie: Raphael Batzik
Dauer: ?? Minuten

 

Reservoir Dogs von Quentin Tarantino
„Willst du weiter bellen, kleines Hündchen, oder willst du beißen?“ – Seit inzwischen zwei Jahren hat sich unsere Inszenierung von Quentin Tarantinos „Reservoir Dogs“ inzwischen im Spielplan definitiv festgebissen. Immer noch sehr großer Beliebtheit erfreuend, geben wir regelmäßig vollstes Herzblut und laden die Knarren zu einem erneuten „Mexican Stand-Off“. Die Handlung ist schnell erzählt. Fünf Gangster planen einen Überfall auf einen Juwelier. Der Überfall geht schief. Die Überlebenden treffen sich im vereinbarten Versteck in einem stillgelegten Lagerhaus. Wurden sie verpfiffen? Und wer ist dann der Maulwurf?
Für Kenner- und Nichtkenner des Films zu empfehlen. Sie sitzen mitten im Lagerhaus und regelmäßig sucht Mr. Pink nach einer Kellnerin. Es besteht sogar die Chance auf eine Tasse Kaffee, aber bringen Sie Trinkgeld mit. Mr. Pink gibt nie was.

Es spielen:
Dominik Poch, Felix Krull, Moritz Mittelberg-Kind, Stefan Kolkenbrock, Sebastian Kubis, Raphael Batzik
Regie: Raphael Batzik, Moritz Mittelberg-Kind
Dauer: 80 Minuten

 

Norway.Today von Igor Bauersima
Julie und August begegnen sich in einem Chat. Julie will sterben und August vielleicht auch. Zusammen begeben Sie sich auf einen Fjord in Norwegen. Gemeinsam nimmt man sich einfacher das Leben. Oder? Zwei Sekunden und du bist weg. Bumm. Doch scheiße, man, ich hab noch nie ein Polarlicht gesehen, du? So selten bei uns im Programm wie Polarlichter in Essen. Es lohnt sich, versprochen. Auch das Leben im Übrigen.

Es spielen: Julia Zupanc, Raphael Batzik
Regie: Moritz Mittelberg-Kind
Dauer: 80 Minuten

 

Theater Essen-Süd goes Comedy
1. Essener klauns-vestiwäl
3 Tage Theater mit klauns!
Schräge Vögel, naive Tagträumer und schlimmeres!

Tag 1 (06.10.2017)
Die Mixxed klauns-SHOW präsentiert von unseren "Hausclowns" Das Steimel und sein Matschke. Die Beiden haben sich Knut Mueller, den Tastenmann und den einen oder anderen Spezialgast geladen.
Tag 2 (07.10.2017)
Knut Mueller - Alles Schlager! - Ein Clown in der Welt der Melodien für Millionen (Solo von und mit Claus Reichel)
Tag 3 (08.10.2017)
Der Tastenmann - Tasten-Musik-Clownerie (Solo von und mit Erik Werner)

(Hier mehr Infos und der komplette Flyer zum Festival)

 

Theater Essen-Süd goes Comedy
Das Steimel und sein Matschke

Das Steimel und sein Matschke
Physical Comedy, Improtheater, faule Tricks, wilde Hamster und sogar verschlafene Akteure.

Es spielen: Philipp Steimel, Thilo Matschke
Dauer: 60-100 Minuten

 

Theater Essen-Süd goes Comedy
Romeo & Julia
frei nach William Shakespeare
Was gibt es zur größten Liebesgeschichte der Welt noch zu schreiben? Philipp Steimel zückt erneut den Stift und bereitet Shakespeares Romanze neu auf. Alle Rollen selbst spielend, bekommen Sie unterhaltsames Objekttheater, wenn es wieder heißt: „Juuuliaaa! Höchste Zeit, von Hochzeit zu reden.“

Es spielen: Philipp Steimel
Regie: Thilo Matschke
Dauer: 70 Miunten


 

Theater Essen-Süd goes Comedy
Ein Sommernachtstraum
frei nach William Shakespeare
Was passiert, wenn ein Komödiant dieses Stück in die Hände kriegt? Genau! Es entsteht ein fulminant amüsantes Chaos, ein absurd komischer Spießrutenlauf der Charaktere und Ihrer Gefühle und das alles auch noch als Solostück.
Verlieren sie sich in dem berühmtesten romantischen Verwirrspiel der Welt, so wie es der Darsteller auch getan hat und tauchen sie ein in Shakespeares berühmteste Komödie, bewaffnet mit der charmanten Taucherbrille eines Philipp Steimel. Solo, Shakespeare, Clown!

Es spielen: Philipp Steimel
Regie: Thilo Matschke
Dauer: 90 Minuten

 

Repertoire

 

Die Schwärmer von Robert Musil
Ein Stück über die Freundschaft von vier Menschen, die sich in der Vergangenheit sehr nahe standen und deren Wiedersehen zum radikalenWendepunkt ihres Lebens wird. Die Freunde Anselm und Thomas und die Schwestern Maria und Regine treffen sich, und ein beängstigendes Ringen um Macht, Anerkennung und Liebe beginnt. Nachdem Anselm bereits Regine verführt hat, um sie dann zu verlassen, nähert er sich Thomas' Frau Maria. Thomas lässt dem Geschehen einen Lauf und beobachtet sich dabei wie in einem Selbst-Experiment. Ein Stück vollerLiebesverwicklungen und Figuren, die in ihr Innerstes steigen, wie andere Menschen Berge erklimmen. Aber außer Atem und an den Rand ihrer Sprache kommen Sie nie.

Es spielen:
Moritz Mittelberg-Kind, Felix Krull, Sarah Künne, Raphael Batzik, Melanie Toth
Regie: Raphael Batzik
Dauer: 140 Minuten

 

Bartleby, der Schreiber nach Herman Melville
„Ich würde vorziehen, das nicht zu tun“ – Eine groteske Geschichte um einen Mann, der sich weigert und die Welt mit seinem Satz aufden Kopf stellt. Was ist, wenn wir uns entscheiden, gegen den Strom zu schwimmen? Wo ist unser Platz? Haben wir überhaupt einen Platz? Ein rührender Abend, der zum Lachen und Weinen gleichzeitig einlädt. 

Es spielen:
Mathis Jonathan Gronau , Philipp Kessel, Moritz Mittelberg-Kind, Raphael Batzik
Regie: Raphael Batzik
Dauer: 70 Minuten

 

Warten auf Godot von Samuel Beckett
In Samuel Becketts Klassiker des absurden Theaters, Warten auf Godot, die existentiellen Fragen der Menschheit gestellt - und nicht beantwortet. Sind wir nur Gefangene? Oder halten wir uns selbst gefangen, auf der Suche nach dem Sinn?

Es spielen: Moritz Mittelberg-Kind, Raphael Batzik, Julia Zupanc, Carola Claus
Regie: Mathis Jonathan Gronau
Dauer: 120 Minuten

Theater Essen-Süd goes Comedy
Philippo, Maria & Tequila

von Thilo Matschke und Philipp Steimel

"Die Sehnsucht hört da auf, wo die Erfüllung anfängt"

Fünf lange Jahre schon ist der schüchterne Philippo (Philipp Steimel)in die Mexikanerin Maria verliebt. Nun endlich hat er sich durchgerungen ihr seine Liebe zu gestehen. Die Zeit drängt, da sie in wenigen Tagen zurück in ihre Heimat fliegt.

In diesem clowneskenTheaterstück erleben Sie ein kurzweiliges und skurriles Liebesdrama: Sehnsucht, Herzklopfen, prickelnde Erotik, Liebeskummer, unerbittliches Liebeswerben, und etwa die Erfüllung von Philippos Träumen?

Es spielen: Philipp Steimel
Regie: Thilo Matschke
Dauer: 90 Miunten

 

Der Kaufmann von Venedig
Ein Solostück gespielt von Philipp Steimel
Bassanio benötigt Geld, um die schöne Portia zu erobern. Sein Freund Antonio, ein angesehene Kaufmann, ist bereit ihm zu helfen und borgt das Geld bei dem reichen Shylock.
Als Sicherheit bietet Antonio ein Pfund Fleisch aus seinem Körper. Es kommt tatsächlich zum Ernstfall und Shylock will sein Recht vor Gericht durchsetzen?...
„Es ist nicht alles Gold, was glänzt.“ Das Zitat stammt aus diesem Schauspiel über Freund- und Feindschaft, Liebe und Hass, Geld und Gier, Rachsucht und Vergebung.

Es spielen: Philipp Steimel
Regie: Thilo Matschke
Dauer: 100 Minuten


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